Dienstag, 10. Oktober 2017

Garage

Es hat länger gedauert mit der Garage, aber sie ist endlich da!

Vorüberlegung:
Als Besitzer des Hauses ohne Keller wollen wir die Garage natürlich als Kellerersatz nutzen, daher kein Carport.
Eine fertige Betongarage ist schnell und sauber aufgestellt, hat dünne Wände, all in Paket mit Betonboden, Garagentor mit elektrischen Antrieb, Elektroinstallation, gutes Preis-Leistungsverhältnis.
Eine Doppelgarage passt nicht auf das kleine Grundstück. Wir fahren momentan nur ein Auto, da es hier eine gute Zugverbindung nach Frankfurt gibt. Vor der Garage und vor dem Haus gibt es noch zwei Abstellplätze.
Die Garage sollte schon geräumig sein. Also bekam sie hinten einen Anbau.
Um bequemer zu parken und ein- und auszusteigen, sollte die Garage und das Tor etwas breiter sein.

Anfangs dachten wir an Zapf Garagen, aber:
Die Garage sollte an der Grenze zum Nachbargrundstück gestellt werden. Dort darf die Wand nicht größer sein als 25 m2. Die Zapf Garage war höher als 2,5 m.
Wir haben uns an Herrn Rützel von Rützel Garagen gewandt und dort hat alles gestimmt. Die Wand ist knapp 2,5 m hoch. Da die Garage 3,46 m breit werden sollte, wurde uns das 3 Meter breite Tor angeboten. Die Gesamtlänge beträgt 10 Meter: 6 Meter lang ist die Garage und 4 Meter der Anbau. Das bedeutet über 12 m2 zusätzliche Abstellfläche im Anbau.

Darüber waren wir uns bereits im Januar einig. Leider musste erst das Haus vorher gebaut werden. Während der Bauphase bekamen wir Zweifel, ob die Garage zwischen dem Haus und der Grenze rein passen würde. Wir haben mit der Bestellung gewartet, bis die Fassade komplett fertig wurde.

Zum Glück hatte die Garage noch 4 cm Luft. Wir spürten die Folgen der späten Bestellung beim Umzug sehr deutlich. Es fehlte uns der Platz für die Kartons und weniger wichtiges Zeug.

Die Streifenfundamente für die Garage hat Firma Bohnert zusammen mit der Bodenplatte im März gebaut.
Wir haben zwei Leerrohre gelegt: einmal für die Stromleitung (Starkstrom für spätere Ladestation für ein Elektroauto inklusive) und einmal für den Satellitenschüssel.
Vor der Lieferung mussten wir noch die Zufahrt vorbereiten. Wir haben Schotter gekauft und verdichtet.

Und endlich war sie da!
am frühen Morgen des 21.09. kam sie auf zwei großen LKWs geliefert. Die Kinder sahen sich die großen Laster begeistert an. Es ist schon erstaunlich, wie leicht so eine Garage in der Luft aussehen kann, als sie gehoben wird. Die beiden Monteure haben hoch professionell gearbeitet. Alles verlief ruhig nach Plan. Mit hoher Präzision wurde die Garage an der Hauswand aufgestellt.

An dieser Stelle wollen wir uns bei unserer Baufirma, Wir-Leben-Haus, bedanken. Weil die Hauswand gerade ist, konnte die Garage sehr dicht ans Haus aufgestellt werden. Als Bauherren denken wir: gerade Wände müssten doch selbstverständlich sein. Der Monteur meinte, es wäre nicht immer der Fall.

Die beiden Teile wurden innerhalb von zwei Stunden aufgestellt. Danach erfolgten noch kleine Abschlussarbeiten. Unsere Garage wurde mit einer Tür und der Elektroinstallation (Deckenlampen und Steckdosen) geliefert.
Das Garagentor von Hörmann ist hell grau und passt wunderbar zu unseren Fenstern.
Wir sind sehr zufrieden mit unserer Garage. Großes Lob an die Firma Rützel!

Das Auto lässt sich einfach parken und wir können bequem aussteigen.
Ja, unsere Garage wurde später geliefert, deshalb ist sie noch nicht voll und wir haben Platz für das Auto 😉

PS. nochmal weil ich gefragt wurde: die Garage ist 3,46 Meter breit, 10 Meter lang und 2,5 Meter hoch - Außenmassen.
































































Sonntag, 1. Oktober 2017

Stromverbrauch September 2017

Unser Haus verbraucht nur Strom und Wasser. Wir haben keinen Holz-, Öl- oder Gasofen. Wir haben keinen Kamin. Es ist ein Passivhaus. Das Warmwasser und die restliche Heizwärme wird durch die Luft/Wasser Wärmepumpe zur Verfügung gestellt.
Deshalb ist es besonders einfach den Energieverbrauch, also den Stromverbrauch festzustellen.
Um die Stromkosten zu reduzieren, haben wir in eine größere Photovoltaikanlage mit Stromspeicher investiert. Wir wollen möglichst autark leben und den eigenen Solarstrom verbrauchen.

Am 28.08.2017 kam unser neue Stromzähler.
Die Daten werden dokumentiert und ausgewertet.

Vor dem Bauen habe ich eine Prognose gewagt:

Die Daten ergeben den Ertrag in kWh, den Hausverbrauch in kWh und die Autarkie in %.

unser Haus JanFebMärzAprilMaiJuniJuliAugSept OktNovDez
Ertrag1653406458481199900900800600357  230136
Verbrauch625625625437437437437437437437  625625
Autarkie 26,554,510010010010010010010081,5   3722

Der jährliche Mittelwert von der Autarkie wäre bei 77%.

Wie sieht es heute, in der Praxis, aus?
Hier kommen die Verbrauchsdaten:

  • September 2017
Ertrag 839 kWh
Hausverbrauch 205 kWh
Strombezug aus dem Netz 6 kWh
Stromeinspeisung 554 kWh
Autarkie 97 % 

Damit wäre die Solarproduktion deutlich besser als erwartet.
Der Stromverbrauch im Haus (mit Warmwasser) war überraschend niedrig, über 50 % weniger als angenommen.
Den unnötigen Strombezug verdanke ich einer Fehleinstellung der Wärmepumpe meinerseits. Wenigstens sind wir uns sicher, dass der Stromzähler läuft 😉 
Somit haben wir die 100 % Autarkie im September knapp verfehlt. 

Es gibt aber keinen Grund zum Jammern.
Die Stromkosten für den letzten Monat belaufen sich auf 1,45 Euro 😊
Für die Einspeisung bekommen wir etwa 67,58 Euro zurück.
Das Haus produziert mehr Energie als es verbraucht. Es ist ein Plusenergiehaus.

Klar ist: der Stromverbrauch wird im Winter durch die Heizung noch deutlich steigen. 
Ich lasse mich überraschen.

Hier kommen noch die Auswertungen von der tollen E3/DC App (unser Stromspeicher):







Und noch der Stromzähler dazu. Hier ist der Strombezug:



Die Einspeisung mit den 4 letzten Tagen im August. 

Freitag, 8. September 2017

Stromspeicher

Unser Stromspeicher kommt von der deutschen Firma E3/DC, montiert durch Germansol.

E3/DC bietet ein Gesamtkonzept von Wechselrichter, Speicher und Monitoring in einem an.
Der Speicher hat zwei MPP, das heißt man kann problemlos zwei verschiedene Dachflächen mit dem Wechselrichter verbinden. Mich hat die intelligente Steuerung und Energiemanagement überzeugt. Der Solarstrom wird in erster Linie im Haus direkt verbraucht, dann wird die Batterie aufgeladen und zum Schluss wird der Solarstrom eingespeist. Durch eine App hat man jederzeit einen guten Überblick. Ich weiß, wieviel Solarstrom da ist und wohin er geht. Ich konnte die Stromfresser lokalisieren und unschädlich machen. Muss ich mich nach der Sonne richten? nein, muss ich nicht. Jedoch passt man sein Verhalten im gewissen Rahmen automatisch an. Es ist wie Autofahren. es macht Spaß, wenn man der Herr eigener Energie ist - ich bin mein eigener Stromversorger 😀

In ein paar Jahren kaufen wir wahrscheinlich noch ein Elektroauto dazu. dann können wir den Sonnenstrom im Sommer noch besser nutzen mit eigener Tank/Ladestelle vom Dach 😊

Lohnt sich das?
Je höher die Autarkie desto größer der Vorteil. Die Stromspeicher sind noch relativ teuer bei der Anschaffung. Ihre Preise werden fallen.
Mit E3/DC bekommen wir eine 10 Jahre lange Garantie auf das System. Übrigens wird unser Speicher durchs Internet fernüberwacht und gewartet. Er bekommt kostenlose Updates. Es ist kein Zwang. Der Akku arbeitet auch ohne Internet.

Wir haben zusätzlich noch eine Notstromfunktion dazu gebucht. Der Speicher braucht kein Netz. Beim Stromausfall schaltet er sich automatisch auf Notstrom. Man merkt es nicht mal.

Wir sind bis heute sehr zufrieden und empfehlen die S10 weiter!

Unsere Batterie ist mit 13,8 kW ziemlich groß.
Das Haus braucht nur Strom, da wir mit einer Wärmepumpe heizen.

Der Härtetest steht noch aus. Im Winter gibt es bekanntlich wenig Sonne. Da kommt es auf den energetischen Standard des Hauses an. Mit einem Passivhaus von Wir-Leben-Haus sollte nichts schief gehen.
Das Ziel sind mindestens 22% Autarkie im Dezember.
Drück uns die Daumen!

Die Zahlen im September. Bis jetzt keine einzige kWh vom Stromversorger 😁











hier sieht man den Verbrauch vom Backofen am Abend (eine Pizza). 2540 Watt aus dem Speicher 

Mittwoch, 6. September 2017

Autarkie in der Praxis

Als ich Anfang Juni über Autarkie geschrieben habe, waren das erstmal nur hypothetische Schätzungen. Ich habe auch Rückmeldungen bekommen. Manche hielten es für einen Werbetrick, den ich von einer Firma übernommen habe. Andere waren sehr interessiert. Was ist daraus geworden?
Nur wenn man in so einem Haus lebt, wie wir - eine durchschnittliche Familie, kann man beurteilen, inwieweit die energetische Autarkie möglich ist.

Ich habe vor einem Monat mit einem meiner Nachbarn gesprochen.
Er hat mir berichtet, dass sich solche Häuser nicht lohnen würden.
Warum ist das wichtig? Weil wir alle in einer Passivhaus Siedlung wohnen. Fast alle passive Einfamilienhäuser sind mit einer Luftwärmepumpe und einer PV Anlage ausgestattet. Manche entscheiden sich zusätzlich für den Erwerb eines Stromspeichers. Man könnte meinen, die Bedienungen wären gleich. Warum ist dann eine Familie zufrieden und die andere nicht?

Ich denke, es mangelt am Wissen, wie das System als Ganzes funktionieren könnte und inwieweit unsere Entscheidungen das energetische System vom Haus beeinflussen.

Ich beschreibe die Fehler, die man dabei machen kann.
1. Eine der Familien hat sich für einen Wärmepumpen-Stromzähler entschieden. Auf den ersten Blick eine sinnvolle Entscheidung. Die Wärmepumpe läuft nachts zu einem günstigen Stromtarif.
Jetzt denken Sie bitte nach.
Es ist eine Luftwärmepumpe. Sie arbeitet umso effizienter, je höher die Temperatur draußen ist. Wann ist es am kältesten? ja, in der Nacht. Die Luftwärmepumpe muss also mehr Energie aufwenden um das Wasser oder die Luft auf die gewünschte Temperatur zu erhitzen. Besonders im Winter kann es sich rechen.
2. Wenn ich zwei getrennte Stromzähler habe, dann ist meine Wärmepumpe von meinem Solarstrom, den die PV Anlage auf dem Dach erzeugt, abgeschnitten. Die Wärmepumpe kann meinen Solarstrom nicht nutzen. Ich verkaufe den Solarstrom stattdessen für 12,20 Cent an die Stadtwerke.
Wie günstig müsste der Wärmepumpe Tarif sein? Der Wärmepumpestrom kostet mindestens 18 Cent.
3. Ein anderer Fehler, den ich bei uns entdeckt habe, waren die Arbeitszeiten unserer Wärmepumpe. Es ist von Bedeutung, wann sich unsere Geräte einschalten. Eine Wärmepumpe hat verschiedene Programme und Funktionen. Auch wenn es nicht sehr spannend ist, lassen Sie sich alles erklären.
Unser Stromspeicher liefert uns alle Verbrauchsdaten vom Haus. Im Monitoring sieht man deutlich, was schief läuft. Die Wärmepumpe hat das Warmwasser nachts extra aufgewärmt.
Mit einer sinnvollen Einstellung kann man also viel Energie sparen.

Unsere Testphase dauert noch nicht lange. Am 28.08.2017 bekamen wir den neuen (Zweirichtungs-) Stromzähler. Bis heute (9 Tage lang) steht die Verbrauchsanzeige auf 0 kWh. Sorry Stromanbieter!
Die Einspeiseanzeige läuft wie gewohnt.

Ich bin echt sehr überrascht. Es ist Sommer. Klar, haben wir viel Solarstrom. Aber wie gut unser Stromspeicher von E3/DC auch das Kochen auf einem Induktionsherd (Starkstrom), Warmwasserbereitung durch die Wärmepumpe, 10 mal Waschen, den täglichen Spülmaschinenprogramm, den Staubsauger, die Mikrowelle, 24 Stunden der Lüftungsanlage oder das Licht bedient, ist schon eine große Leistung. Bis jetzt haben wir den Backofen noch nicht ausprobiert.

Ich bin mal gespannt, wie lange das so bleibt. Natürlich müssen wir im Winter Strom dazu kaufen. Schließlich verbraucht die Wärmepumpenheizung auch Strom.

Ich habe für uns im August und im September 100% Autarkie prophezeit. Mal sehen, ob wir es bis zum Ende des Monats schaffen werden 😃

Über E3/DC und unseren Stromspeicher werde ich noch später berichten.

Ich lade ein paar Fotos hoch und muss weg. Wer fragen hat, bitte melden.



der Verbrauch



die Einspeisung



der Stromspeicher




die aktuellen Daten 


hier sieht man die Produktion auf unserem Süddach (blau) und der beiden Ost- und Westdächern (schwarz)


das grüne zeigt den Ladezustand des Speichers (auch in der Nacht war er nicht leer)


woher kam der Hausstrom: orange - PV Anlage, grün - Stromspeicher. 
die Spitze zeigt den Verbrauch der Wärmepumpe


wohin der Solarstrom geht. 
orange- Hausverbrauch, grün - Stromspeicher aufladen, blau - der Rest geht ins Netz
die Zahlen vom halben Tag.


der Stromverbrauch im September


die Stromproduktion im September


Autarkiegrad im September










Umzug

Wir haben es geschafft!
Pünktlich zum Beginn der Schule sind wir umgezogen.
Leider war ein Badezimmer zu dem Zeitpunkt noch nicht fertig.
Über unsere Handwerker aus Empfehlung können wir uns noch lange ärgern oder wir vergessen die Sache und genießen das Leben.
Das neue Zuhause können wir noch nicht richtig genießen, es gibt noch viel zu tun.
Die ersten zwei Wochen waren echt hart. Eine neue Stadt (zum Glück eine Kleinstadt), neue Schule, volle Kartons, Möbel, die aufgebaut werden müssen, keine Lampen und das ewige Suchen nach verschollenen Gegenständen. Kennt das noch jemand?

Der Umzug selbst ist ganz gut verlaufen. Wir hatten drei fleißige Helfer. Es gab keine Schäden oder Probleme.
Leider kommt unsere Garage erst später. Da das Haus keinen Keller hat, sah es dementsprechend aus. Ich werde Euch an dieser Stelle die Bilder vom Chaos ersparen.


Mittwoch, 2. August 2017

Stress

Endspurt - es gibt noch viel zu tun!

Die Fliesen und Tapeten sind noch nicht fertig. Nächste Woche kommt unsere Küche. Dann werden noch die Steckdosen montiert. Die Lüftungsanlage wird zum Schluss eingeschaltet.
Leider gibt es noch jede Menge Arbeit in den beiden Bädern.
Ich habe keine Ahnung, ob und wie wir das alles schaffen können.
Die Kinder haben wir bei den Großeltern untergebracht.

Egal, der Umzugstermin steht fest und ich packe die Sachen.
Schade, dass unsere Garage erst später geliefert wird. Wir hätten den zusätzlichen Raum für die Kartons und das ganze Zeug, was im Weg steht, dringend gebraucht.

Vielleicht bekommen wir in 3-4 Wochen einen kleinen Gartenhaus. Wir haben Platz für eine Fahrradbox vorbereitet. Aus der Box wurde ein kleines aber geräumiges Gartenhäuschen 😊

Die Innentüren wurden bereits montiert. Draußen ist das Gerüst abgebaut und das Vordach hängt über der Tür. Morgen bekommen wir endlich die Internetverbindung.

Gestern kam unsere Treppe. Huurra! Die Treppe ist eine lange Geschichte darüber, wie schwer uns manche Entscheidungen gefallen sind. Die Hauptsache ist: das Ergebnis muss stimmen. Momentan ist die Treppe noch zugedeckt. Sie ist auf jeden Fall bequem zum Laufen und ich bin optimistisch, was das Aussehen betrifft.

Zum Schluss ist es echt stressig geworden. Wir haben unsere bisherige Wohnung schon gekündigt und dürfen den Schulanfang unseres Sohnes nicht verpassen, also los geht's - an die Arbeit!





Neuigkeiten August 2024

 Ich habe mich seit vielen Monaten nicht gemeldet. Ehrlich gesagt bin ich gar nicht auf die Webseite gegangen 🙈 umso erstaunlicher bin ich ...